Offizielle Informationen der Fakultät zum Seminar gibt es im i3v.
Anders als bei der Ausnutzung von Parallelismus auf Instruktionsebene,
welcher entweder von der Mikroarchitektur selbst vorgenommen wird oder durch
den Compiler geschieht, ist bei der Umsetzung von Anwendungen auf parallele
Systeme wie CMP, SMP oder Cluster-Systeme eine explizite Anpassung
notwendig. Hierbei muß nicht nur darauf geachtet werden, eine semantisch
gleichwertige Programmbeschreibung zu erzeugen, sondern auch ihre Qualität
evaluiert werden.
Hierbei treten verschiedene Probleme auf, beispielsweise
Nichtdeterminismen und damit einhergehend die fehlende Reproduzierbarkeit
von Ergebnissen und Ereignissen. Auch eventuelle Leistungsengpässe sind
aufzudecken und nach Möglichkeit zu beseitigen.
Hierzu existieren diverse Werkzeuge, welche die umfassende Beobachtung
von parallelen Systemen und darauf laufenden Anwendungen ermöglichen und
damit dem Programmierer wertvolle Informationen über die Qualität der
Anpassung sowie Verbesserungsmöglichkeiten liefern. Die Meßwerte werden
durch unterschiedliche Werkzeuge, z.B. Debugging-Tools und
Leistungsanalysierer, gesammelt und über entsprechende
Visualisierungswerkzeuge aufbereitet.
Im Rahmen dieses Seminars werden verschiedene aktuelle Werkzeuge zur
Analyse und Evaluierung von parallelen Systemen präsentiert. Ausgehend von
den Projekten, im Rahmen derer die Werkzeuge entwickelt wurden, sollen diese
hinsichtlich Einsatzzweck, Handhabbarkeit und Leistungsfähigkeit bewertet
werden. Hierzu wird gezielt auf die zugrundeliegenden Systemtechnologien und
verwendeten Algorithmen eingegangen.
Die Vorsprechung findet statt am Donnerstag, den
27.10.2005, um
16:30 Uhr im Seminarraum 267, Gebäude 20.20